Veranstaltungszweck Forum Historicum

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Veranstaltungszweck:

 

Militärmuseum Koblenz

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Sammlerbörse Forum Historicum ermöglicht einem historisch - wissenschaftlich tätigen Personenkreis (insbesondere Historikern, Museumskuratoren, Fachbuchautoren ...) und seriösen privaten Sammlern, sich zu informieren, Erfahrungen auszutauschen, oder im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen originale militärhistorische und zeitgeschichtliche Artefakte zur historischen Forschung, der Anlage oder Ergänzung einer Sammlung oder einer musealen Darstellung zu erwerben, zu tauschen oder zu verkaufen.

Die Veranstaltung ist dazu bestimmt, als internationales Kontaktforum und Kommunikationsplattform den Kontakt zwischen Sammlern, Historikern und Museumsmitarbeitern zu pflegen und zu intensivieren und die Erhaltung privater Sammlungen als wichtige Quelle der historischen Forschung zu gewährleisten. Staatliche Museen gründen zum großen Teil auf Nachlässen ehemaliger Privatsammlungen sowie Sachspenden und Leihgabe aus Privatbesitz.

Zahlreiche der angebotenen Objekte werden aufgrund ihrer geschichtlichen und antiquarischen Relevanz als Sammlungsstücke von besonderem kulturhistorischen und musealen Wert eingestuft, die auch Bestandteil bedeutsamer Sammlungen sind.

Unsere Veranstaltung befasst sich mit militärhistorischen und zeitgeschichtlichen Objekten sowie Sammlerwaffen aus allen Epochen der europäischen Geschichte. Den Schwerpunkt bilden Artefakte, die in den Armeen der deutschen Einzelstaaten, Fürsten- und Herzogtümer, der kaiserlichen Armee und der Reichswehr Verwendung fanden und Zeugnis von der Militär- und Zeitgeschichte ablegen: u.a. historische Uniformen, Orden, Blankwaffen, Pickelhauben, Reservistenkrüge, Vorderladerwaffen, Dokumente, Fotos, Gegenstände aus Adelsbesitz usw..  

Es ist wichtig, sich mit allen Bereichen der Geschichte aktiv und kritisch auseinander zu setzen. Militär und Kriege - und ganz besonders die beiden Weltkriege - sind ein elementarer Bestandteil der Geschichte. Sie haben alle Menschen in Europa betroffen und wirken bis heute in die Politik, die Gesellschaft und auf Einzelne. 

Pazifismus bedeutet nicht, vom Krieg nichts wissen zu wollen ... Mehr als 70 Jahre nach Kriegsende sollte die Distanz groß genug sein, eine sachliche und sich an Fakten haltende Betrachtung der Ereignisse im Dritten Reich und 2. Weltkrieg vorzunehmen. Eine sachlich neutrale historische Aufarbeitung (ohne politische Wertung) dieses schlimmen Abschnitts der deutschen Geschichte anhand originaler Artefakte und Dokumente (Primärquellen), sollte unsere Aufgabe sein. Ein sensibler Umgang mit der Materie ist dabei - insbesondere im Hinblick auf die Völkerverständigung - geboten. 

Wer militärhistorisch interessiert ist, stößt unweigerlich auf Exponate aus historischen Zeiträumen in denen Diktaturen oder andere menschenverachtende Unrechtsregime geherrscht haben ... insbesondere auf Hinterlassenschaften und zeitgeschichtliche Dokumente aus dem Dritten Reich, der Stalin-Diktatur und des italienischen Faschismus ... schließlich wurde zu dieser Zeit der größte und blutigste Krieg seit Menschengedenken geführt, an dessen Ende mehr als 50 Millionen Menschen den Tod fanden.

Auch unrühmliche Episoden unserer Geschichte sind ein wichtiger Bestandteil unserer Identität und dürfen daher nicht in Vergessenheit geraten.

Gegenstände, die mit Symbolen totalitärer Staatssysteme versehen sind, stellen wichtige Dokumente der Zeitgeschichte dar, denn sie dokumentieren in besonderer Weise den verbrecherischen Missbrauch politischer und militärischer Macht durch deren Potentaten. Aus wissenschaftlicher Sicht ist es daher wichtig, dass originale Relikte aus Zeiträumen mit totalitären Staatssystemen für die wissenschftliche Forschung erhalten bleiben. Der wichtigste Faktor für die Erhaltung dieser Artefakte sind private Sammler, die diese aufstöbern und so vor der Vernichtung bewahren. Diese Gegenstände dürfen daher auf einer seriösen militärhistorischen Veranstaltung keinesfalls ausgeschlossen werden.

Dies bedeutet jedoch in keiner Weise, dass die Teilnehmer unserer Veranstaltung sich mit einer dieser Ideologien identifizieren oder dass mit der Präsentation und Weitergabe der Objekte weltanschaulichen Werbezwecke verfolgt oder von uns geduldet würden.

Das Sammeln und Präsentieren von historischen Objekten stellt kein politisches Statement dar, sondern ist rein vom geschichtlichen Interesse motiviert (Geschichte zum anfassen).

Die Sammelleidenschaft darf keinesfalls so weit gehen, dass Soldaten und Kriege heroisiert werden, sondern eine aktive, bewusste und kritische Auseinandersetzung mit der Militärhistorie und den Geschehnissen der Kriege sollte stets der Hintergrund einer seriösen Sammeltätigkeit sein.

Unsere Veranstaltung dient der staatsbürgerlichen Aufklärung und Weiterbildung ...

  • sie soll informieren, zu Fragen und zur kritischen Auseinandersetzung mit der Militär- und Zeitgeschichte anregen ...
  • sie soll ein Ort der Besinnung und der Erkenntnis durch historische Erinnerung sein ...
  • sie ist unpolitisch und soll in keiner Weise Krieg, Militarismus, Totalitarismus, NS-Zeit oder andere Unrechtsregime verherrlichen ... und
  • sie soll das Ansehen von Militaria, Phaleristik, Uniform- und Waffenkunde als historische Hilfswissenschaften fördern.

Wir bewegen uns stets im Bereich der in der Bundesrepublik Deutschland geltenden Gesetze und distanzieren uns entschieden von Militaristen, Kriegsverherrlichern, Neonazis, Waffennarren und Geschichtsverklärern.

Auf dem Weg zum FORUM HISTORICUM - On the way to FORUM HISTORICUM - En route to FORUM HISTORICUM - Sulla via di FORUM HISTORICUM - W drodze do FORUM HISTORICUM - Na cestě k FORUM HISTORICCUM - На пути к ФОРУМ ИСТОРИЧЕСКИЙ

 

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