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Pickelhaube und Stahlhelm 

des Deutschen Reiches 1843 -1945

 

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Die Entwicklung des militärischen Kopfschutzes

Im 6. und 7. Jahrhundert n. Chr. trug das Militär in einigen Teilen Europas Spangenhelme. Die Helmglocke saß auf einem Gerüst von vier oder sechs Spangen. Dies hatte den Vorteil, dass die meist von oben herab geführten Hiebe mit Blankwaffen gut abglitten. Je nach Form gab es Band-, Streben- und Lamellenhelme. Als Material diente vielfach Kupfer, weil es ohne Probleme getrieben werden konnte.

Im Hochmittelalter (11. - 13. Jhd.) war der Eisenhut (franz. Chapel de fer) - ein schlichter Metallhelm in der Form eines Hutes mit Krempe - entstanden. Es wurde vorwiegend vom Fußvolk verwendet und hatte  teilweise eine konische Form. 

Die Hirnhaube (Eisenhaube, Cervelliera, Segretta in Testa) war eine eng anliegende, die Schädeldecke und Stirnpartie schützende Eisenkappe, die im frühen 13. Jhd aufkam.

Die Beckenhaube (Kesselhaube, Basinet, Bacyn, Basnet, Bascinet) entstand Anfang des 14 Jhds.

In der Mitte des 14. Jahrhunderts entwickelte sich aus der schlichten Beckenhaube die  Hunds- oder Schweinegugel.

In der Mitte des 15. Jhds kamen die stromlinienförmige Schaller und der Armet auf, und verdrängten die Hundsgugel.

Im weiteren Verlauf des 16. Jhds kamen - vor allem beim Fußvolk - der Birnhelm (Cabasset) und der Morion auf.

Der Morion wurde bis zum Anfang des 17. Jhds verwendet und fand vor allem bei Pikenieren, Stadtwachen und Leibgarden Verbreitung. Die Schweizergarde des Vatikan trägt auch heute noch den " Morion".

Geschlossene Helme wurden bis ins 17. Jhd verwendet, da sie den besten Schutz boten. Helme, die eine uneingeschränkte Sicht garantierten, wurden jedoch immer gebräuchlicher. Insbesondere weil die Schlachten ab dem 16. Jhd immer stärker von Formationskämpfen und Pulverdampf, der die Sicht einschränkte,  geprägt waren, wählten viele Reiter ab der Mitte des Jahrhunderts die offene Sturmhaube oder Zischägge als Kopfschutz.

In der zweiten Hälfte des 17. Jhds kamen Rüstungen und somit auch Helme fast gänzlich außer Gebrauch. Nur bei der Reiterei wurde am Tragen eines Helmes fesgehaltten, jedoch eher aus repräsentativen Gründen. Später hielt die Sturmhaube auch bei der leichten Reiterei Einzug, da sie im Einsatz auf dem Pferd und im Einsatz zu Fuß Schutz und Sichtfreiheit bot.

Im 17. Jhd trugen die Söldner nahezu aller europäischen Länder einen großen Schlapphut aus Filz. Die ursprüngliche Form der Hüte mit ihren weiten, runden Rändern erwies sich für den Soldaten als unzweckmäßig. Beim Umgang mit Feuerwaffen oder beim Schwingen von Blankwaffen störten die weiten Ränder, folgedessen wurden die Hutkrempe hochgeschlagen, anfangs einseitig später beidseitig (Zweispitz). Als man auch die hintere Hutkrempe aufrichtete, entstand der "Dreispitz". Der Dreispitz war die typische soldatische Kopfbedeckung des 18. Jhds

1762 wurden die Dragoner-Regimente Frankreichs mit einem "Kaskett" ausgerüstet. Dieser Messinghelm mit Metallkamm hatte weder Augen- noch Nackenschirm und war das Urbild aller später eingeführten Helme mit Kamm oder RaupeZur Zeit der Französischen Revolution erhielt der Messinghelm der Dragoner, nunmehr von den Karabinieres übernommen, einen kleineren Augen- und Nackenschirm sowie metallene Schuppenketten. 

Die Kopfbedeckungen der preussischen Armee 1644-1843

Mit dem Aufkommen der Schusswaffen hatten mittelalterlichen Rüstungen ihren Sinn verloren. Da keine Rüstung und kein Helm  in der Lage war, den Soldaten vor Schussverletzungen zu schützen, wurde der Körperschutz fast völlig aufgegeben. Die schweren Metallhelme wurden durch leichte hutähnliche Kopfbedeckungen aus Stoff oder Filz ersetzt. 

Zur Kurbrandenburgisch/preußischen Infanterieuniformen (1644–1709) gehörte ein breiter, aufgeschlagener Hut, bei den Grenadieren (Granatschleuderer) eine Grenadiermütze (eine aus der zivilen Zipfelmütze entstandene Kopfbedeckung) und bei den Füsilieren die Füsiliermütze. Auch die Bombadiere der Artillerie und die Mineure der Pioniere trugen der Grenadiermütze ähnliche, aber wesentlich niedrigere Kopfbedeckungen.

1709 wurde ein Reglement für einheitliche preußische Uniformen eingeführt. Zur Altpreußischen Infanterieuniform (1709–1806) gehörte ein Dreispitzbei den Grenadieren die Grenadiermütze.

Im Zuge der Heeresreformen nach dem Untergang der altpreußischen Armee 1806 wurden auch neue Uniformen eingeführt. Zur Neupreußischen Infanterieuniform (1806–1871) wurde als Kopfbedeckung der Tschako in einer hohen und weiten Form eingeführt. Er war recht unpraraktisch, weíler sich (ohne Wachstuchüberzug) u.a. bei Regen der Filz mit Wasser vollsog. Er hatte aber den Vorteil, dass die Soldaten in ihm - wie in den altpreußischen Grenadiermützen - Tabakspfeife, Tabakbeutel usw verstauen konnten.

Die neu entstandene Landwehr trug eine Schirmmütze mit einem großen Landwehrkreuz.

Typische Kopfbedeckungen der Husaren waren die Pelzmütze und die Flügelmütze. Die Flügelmützen  bestanden aus Filz. Die Pelzmützen der Husaren gab es seit dem Aufkommen der Husarenregimenter im 16. Jhd. 

1843 wurde ein neuer Infanteriehelm - die "Pickelhaube" - eingeführt, um den Kopf im Nahkampf besser vor Blankwaffen- und Kolbenhieben zu schützen.

Experimente mit Körperpanzern

Mit der Entwicklung eines waffenrockartigen Brustschutzes befassten sich u.a. der Österreicher Searn (1887), der Franzose Loris (1894/95) und der Mannheimer Schneider Heinrich Dowe.

Der 1894 von Heinrich Dowe entwickelte 8 kg schwere Panzer aus organischem Material war in der Lage aus einem Gewehr 88 abgeschossene Stahlmantelgeschosse im Kaliber 8 mm aus einer Entfernung von 3 m auszuhalten. 

Pickelhaube des deutschen Kaiserreiches 1843 - 1916

Ursprung der Pickelhaube

Bereits in vorchristlicher Zeit gab es u.a. bei den Kelten Metallhelme mit Spitze.

 Keltischer Bronzehelm mit Spitze Keltischer Bronzehelm mit Spitze Keltischer Eisenhelm 4. Jhd.v.Chr.
keltischer Bronzehelm keltischer Bronzehelm keltischer Eisenhelm

Der wahre Ursprung der Pickelhaube lässt sich heute nicht mehr eindeutig feststellen.

Es wird behauptet, der preussische König Friedrich Wilhelm IV. habe die Pickelhaube nach einem griechischen Vorbild ersonnen.

Andere Quellen wollen wissen, dass König Friedrich Wilhelm IV. den Historienmaler "Heinrich Stilke" mit dem Entwurf der Pickelhaube beauftragt habe.

Auch der bayerische Maler "Moritz von Schwind" könnte an dem Entwurf der Pickelhaube beteiligt gewesen sein. Ein von diesem Maler 1835/36 im Rittersaal des Schosses Hohenschwangau gemaltes Bild zeigt einen der Pickelhaube sehr ähnlichen Helm mit Spitze.

Einer Legende nach sah König Friedrich Wilhelm IV. 1842 bei einem Besuch in Russland das Vorserienmodell der russischen Pickelhaube und führte sie danach in Preußen ein. Da aber brereits Anfang 1841 Muster der "Pickelhaube" von der Firma Jaeger vorgelegt wurden und auch bereits vor 1842 bei einer bayerischen Feuerwehr "Lederhelme mit Spitze" getragen worden sein sollen, handelt es sich hierbei zweifelsfrei um eine Legende.

Die Helmspitze könnte auch auf einen orientalischen Einfluss hindeuten. Die persischen Reiterhelme hatten seit dem 15. Jhd eine vierkantige Spitze.

Die "Versuchs-Pickelhauben" wurden von der Elberfelder Metallwarenfabrik "Wilhelm Jaeger" hergestellt und nach den erfolgreichen Versuchen beim preussischen Militär ab Juni 1841 den Kriegsministerien verschiedener deutscher Staaten angeboten. Es besteht daher auch die Möglichkeit, dass die Firma Jaeger den Entwurf zur Pickelhaube erstellt hat.

Die Bezeichnung "Pickelhaube"

Die Pickelhaube hieß offiziell "Helm mit Spitze".

Der Begriff "Pickelhaube" stammt sprachlich von dem frühhochdeutschen Begriff "Bickelhaube" (Beckenhaube). Damit wurde ein visierloser Helm des 14 Jhds bezeichnet, bei dem die Glocke weit über Wangen und Nacken herabgezogen war. So gesehen besteht zwar eine sprachliche Brücke zum 1842 eingeführten "Helm mit Spitze", eine formale (optische) Übereinstimmung beider Helmtypen gibt es jedoch nicht. 

Es ist daher anzunehmen, dass sich der Begriff "Pickel" tatsächlich ausschließlich auf die augenfällige hohe Spitze des Lederhelmes von 1842 bezieht.

Wann und warum diese Bezeichnung aufkam, lässt sich nicht genau feststellen. Sicher ist jedoch, dass diese Kopfbedeckung im amtlichen Sprachgebrauch mit "Helm" bzw. "Helm mit Spitzebezeichnet wurde.

Im amtlichen Bericht zur Gewerbeausstellung in Berlin 1844 taucht jedoch bereits die Bezeichnung "Pickelhaube für Mineure" auf. 

In die allgemeinen Lexika wird das Wort "Pickelhaube" etwa ab 1850 aufgenommen und wird als "mittelalterliche Helmform" oder als "Lederhelm mit Spitzebeschrieben.

Die Bedeutung der Pickelhaube als urpreußisches Symbol hat sich bis heute gehalten. Sie steht sogar stellvertretend für alles Deutsche. Und auch in der deutschen Gebärdensprache hat die Pickelhaube nach wie vor eine Funktion. Der über der Stirn ausgestreckte, nach oben zeigende Zeigefinger symbolisiert die Pickelhaube und bedeutet übersetzt "deutsch" oder "Polizei".


In einem amtlichen Bericht zur Gewerbeausstellung in Berlin 1844 werden u.a. folgende Ausstellungsstücke der Firma Wilhelm Jaeger genannt:

"Zwei Stahl-Kürasse für Offiziere und Gemeine der Linien-Kürassiere; zwei dergl. für Garde Kürassiere und Garde-du-Corps; ein Stahlhelm für Offiziere der ersten, ein Tombackhelm für solche der zweiten Truppengattung; ferner drei Filzhelme für Offiziere und Gemeine der Linien-Infanterie und GardeLandwehr; endlich ein Stahlküraß und eine dergl. Pickelhaube für Mineure. Außerdem waren nachträglich noch eingegangen: ein tombackner Offizierhelm für das sechste Kürassier-Regiment und ein schwarzer Vordertheil zu einem kugelfesten Reiterküraß, welcher zum Beweis seiner Festigkeit und Zähigkeit angeschossen war. Sowohl die oben genannten Helme wie die Kürasse, deren Garnituren theils vergoldet, theils versilbert waren, entsprachen durch ihre Form allen Anforderungen, und zeigten in jeder Beziehung eine vortreffliche Ausführung. Der Aussteller beschäftigt in den verschiedenen Branchen seiner ausgedehnten Fabrik an 300 Arbeiter."

Entwicklung und Einführung der Pickelhaube in Preussen

Die Militärhelme mussten konstant der wachsenden Effizienz der Waffen angepasst werden und gelten so als bedeutende Sachzeugen militärtechnischer Entwicklung.

Da die Truppen nach wie vor mit umständlich zu handhabenden Vorderladergewehren ausgerüstet waren, wurde dem Nahkampf bei der Helmentwicklung eine wesentliche Bedeutung zugeschrieben. Es kam in der Hauptsache darauf an, mit dem Helm Blankwaffen- und Kolbenhiebe abzufangen und abgleiten zu lassen.  Die Einführung der "Pickelhaube" war in diesem Sinne ein erneuter Fortschritt.

Anders als bei vielen Helmen mit Spitze aus der frühen Renaissancezeit war die Spitze der Pickelhaube innen hohl und konnte nicht als Waffe zum "stechen" eingesetzt werden.

Die Pickelhaube war zudem aufgrund der charakteristischen Form und der angebrachten großen Embleme ein Erkennungszeichen und erleichterte die Unterscheidung von "Freund und Feind".

Außerdem war die Pickelhaube auch ein prunkvoller Kopfschmuck.

Kein Helmtyp konnte jedoch zu dieser Zeit Schutz vor feindlichen Gwehr- oder Pistolenkugeln bieten.

Die "Versuchs-Pickelhauben" wurden von der Elberfelder Metallwarenfabrik "Wilhelm Jaeger" hergestellt. Die Firma hatte Anfang der 1830er Jahre den neuen Produktionszweig "Herstellung von Helmen und Brustpanzern (Kürassen) für die Armee" etabliert. 

Die "Versuchs-Pickelhauben" wurden von ausgewählten kräftigen Männern aus verschiedenen Regimentern mit ihren etatmäßigen Degen bzw. Säbeln mit kräftigen Hieben getestet. Das Gutachten des Kommandeurs der Garde-Kavallerie, Generalleutnant v. Brauchitschwar befürwortend. Nach dem für Wilhelm Jaeger überaus günstigen Gutachten bot die Firma den Helm zum Preis von 6 Thalern 25 Groschen ab Juni 1841 den Kriegsministerien verschiedener deutscher Staaten an.
 
Die auf einem stabilen "Kreuzblatt" ruhende hohe Spitze des neuen Helmes verstärkte den Scheitelpunkt erheblich. Die breiten Schuppenketten, die Hinterschiene und nicht zuletzt das große Emblem des ledernen Helmes – ein heraldischer Adler mit den Buchstaben FR (Fridericus Rex) auf der Brust – machten ihn relativ hieb- und stichfest. Während sich der Tschako aus Filz bei Regen voll Wasser sog, unerträglich schwer wurde und im Gelände oft nur mit Mühe auf dem Kopf gehalten werden konnte, schützte nun die starke Lederglocke den Soldaten besser gegen Regen und auch Sonne. Die weit ausladenden Vorder- und Hinterschirme unterstützten diese Wirkung zusätzlich.
 
1843 wurde bei der preußischen Armee (mit Ausnahme einiger Waffengattungen) die Pickelhaube eingeführt. Bei der Artillerie wurde anstelle der Spitze eine Kugel verwendet. 
 
Kürassiere und Jäger zu Pferde trugen einen Helm in einer der Pickelhaube ähnlichen Form aus Stahlblech bzw. Tombakblech, dessen Nackenschirm tiefer nach unten gezogen war. Die Husaren hatten eine Fellmütze, die Ulanen eine Tschapka (Lederhelm mit flachem Deckel). Jäger, MG-Schützen, Train und die meisten Verkehrstruppen (Luftschiffer, Flieger usw.) trugen den Tschako in einer neuen Form. 
 
Am 17. März 1850 erhielt das preußische Marine-Korps bzw. das See-Bataillon die gleichen Helme wie die Infanterie zunächst mit Spitze. Da sich diese aufgrund der engen Verhältnisse und niedrigen Decken an Bord nicht bewährten, wurde schon bald nach der Einführung die Spitze gegen die Kugel, wie sie die Artillerie benutzte, ausgewechselt.

Die Pickelhaube hatte ihre Feuertaufe im Deutschen Krieg 1866 und hat im Deutsch-Französischen Krieg 1870/71 ebenfalls ihre Brauchbarkeit bewiesen. 

Die Pickelhaube wurde sehr bald auch bei der deutschen GendarmeriePolizei und Feuerwehr eingeführt. Von 1843 an wurden bei der Feuerwehr, mit Unterbrechungen, teilweise noch bis zehn Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg Lederhelme getragen.

Einführung der Pickelhaube in anderen Staaten

Von Preußen ausgehend setzte sich die neue Helmform nach und nach in allen deutschen Staaten durch:

1843: Oldenburg 
1845: Hamburg, Lübeck, Sachsen-Altenburg, Sachsen-Weimar-Eisenach
1845/46: Waldeck
1846: Anhalt-Bernburg, Braunschweig, Bremen, Hannover, Sachsen-Meiningen-Hilburghausen
1848: Lauenburg, Mecklenburg-Schwerin, Mecklenburg-Strelitz, Schleswig-Holstein
1849: Baden, Bayern, Hessen-Darmstadt, Hessen-Homburg, Hessen-Kassel, Lippe-Detmold
1850: Frankfurt
1851: Holstein, Schwarzburg-Rudolstadt, Schwarzburg-Sondershausen
1853: Sachsen-Coburg-Gotha
1854: Reuss
1863: Anhalt
1867: Sachsen
1869: Württemberg 

Von Deutschland ausgehend trat die "Pickelhaube" einen "Siegeszug rund um die Welt" an. Viele der größeren Staaten übernahmen diesen Helm: 

England 1878 bis 1914 

Italien (Parma) 1852 bis 1860

Portugal 1885 bis 1903

Spanien (Kavallerie) 1854 von 1932

Schweden 1845 bis 1855, ab 1901 an Paraden von den Leibkürassieren und der königlichen Schlosswache und der Leibgarde bis heute

Norwegen 1845 bis 1855 und 1888 bis 1894

USA 1881 bis 1903

Russland 1846 bis 1855, Garde-Kürassiere bis 1914

Rumänien 1850 mit Unterbrechungen bis 1940

Niederlande 1945 bis heute (Regiment Prinzessin Irene)

Darüber hinaus die meisten süd- und mittelamerikanischen Staaten von 1850 mit Unterbrechungen bis 1940, an Paraden teilweise bis heute.

Außerhalb Deutschlands, vor allem zu besonderen Anlässen, finden sich immer noch Paradehelme, die der Pickelhaube ähnlich sind.

Veränderungen an der preussischen Pickelhaube

Die preußische Infanterie-Pickelhaube wurde im Laufe der Zeit einigen Veränderungen unterzogen, die meist mit zeitlicher Verzögerung von den anderen deutschen Staaten übernommen wurden:

1842: Das Ursprungmodell M42 wird eingeführt.

1857/1860: Die Höhe der Pickelhaube wird über die Modelle M57 und M60 der Pickelhaube auf die Hälfte vermindert. Bei Verkleinerung des Helmkörpers wurden die Vorder- und Hinterschirme abgetrennt und die Helmglocke rundherum einige Zentimeter verkürzt, danach die Schirme wieder angenäht und neue Löcher für die Schuppenketten gestanzt.

1861: Am 16. März 1861 erfolgt die Anordnung zur Verlängerung des Buschtrichters bei den Helmen der Fußtruppen. Durch die Verkürzung der Helmkörper reicht der Paradebusch, wie der der berittenen Truppen, bis zum unteren Schirmrand. Durch die Verlängerung des Trichters kommt er wieder auf die für Fußtruppen vorschriftsmäßige Höhe der oberen Schirmnaht. Für alle Adlerembleme wird ab dem 16. Mai 1861 ein Band mit der Inschrift "Mit Gott für König und Vaterland" vorgeschrieben.

1867: Am 16. März 1867 wird ein neues Helmmodell eingeführt, das am 2. Mai 1867 auch für Offiziere genehmigt wird. Der Kreuzblattbeschlag der Spitze wird durch den Tellerbeschlag ersetzt, der bisher eckige Vorderschirm abgerundet, die Kokarde verkleinert und die Hinterschiene abgeschafft, wodurch der Helm eine wesentliche Stütze verliert.

1871: Wiedereinführung der Hinterschiene. Offiziere erhalten Durchsteckrosetten (bis dahin mit Schrauben befestigt, so auch weiterhin für Mannschaften).

1887: Nur für den Mannschaftshelm: Wulst statt Perlring um den Hals der Spitze. Leder-Kinnriemen an Hakenhalterung statt Schuppenkette. Abschaffung der Vorderschiene.

1889: Ab 28. Januar 1889 war der Vorderschirm der Mannschaftshelme nur einmal gebogen und abgerundet. Gleichzeitig entfiel der über Spitzenscheibe und Hinterkopf verlaufende Grat.

1891: Nur für den Mannschaftshelm: Leder-Kinnriemen wird durch Knopf 91 befestigt. Leder-Kinnriemen mit Schiebe- statt Dornschnalle. Wiedereinführung der Vorderschiene.

1895: Nur für den Mannschaftshelm: Spitzenhals mit fünf statt zwei Belüftungslöcher. Hinterschiene mit Lüftungsloch. Zur Gewichtsreduzierung Beschläge aus Aluminiumbronze (Legierung aus Kupfer und Aluminium) statt aus Messing.

1896: Nach der Bekleidungsvorschrift von 1896 bestand der Paradebusch für Offiziere aus gefärbtem Büffelhaar

1897: seitlich an dem Befestigungsknopf des Kinnriemens wurden Kokarden angebracht - rechts eine in den Reichsfarben (schwarz/weiß/rot) und links eine in den jeweiligen Landesfarben (z.B. schwarz/weiß für Preußen).

1915: Einführung des Modells M15Graue Beschläge aus verzinktem und lackiertem Eisenblech Abnehmbare Spitze mit Bajonettverschluss.


Vergleich Pickelhaube 1843 u. 1897 Tarnüberzug für Pickelhaube (1.WK) Pickelhaube mit grauen Beschlägen
Pickelhauben Pickelhaube mit Tarbüberzug Pickelhaube Sachsen mit feldgrauen Beschlägen

Link: Kaisers Bunker

Unterschiede Offiziers- und Mannschafts-Pickelhaube

Mannschaftshelme sind im Gegensatz zu Offiziershelmen, die von diesen privat beschafft werden mussten, oft mit Truppenabnahmestempel versehen.

Offiziershelme unterscheiden sich von Mannschaftshelmen in folgenden Punkten:

- bei Offizieren vergoldete bzw. versilberte Helmbeschläge 
- generell Schuppenketten; feineres, weicheres Leder
- Spitze meist höher und oft mit Sternschrauben anstelle von normalen Splinten befestigt
- Vorderschirm innen grün, Hinterschirm innen rot gefüttert; Innenfutter aus Seide statt Leder
- Offizierskokarden meistens mit aufgelegten, zweifach unterteilten Ringen

Die Pickelhaube im Ersten Weltkrieg

Den Einsatzbedingungen im Stellungskrieg (Grabenkampf) des Ersten Weltkrieges war die Pickelhaube nicht gewachsen. Die Messingbeschläge glänzten im Licht und wurden zuerst durch Überzüge bedeckt und dann durch grau lackierte Beschläge ersetzt.

Da die Helmspitze oft aus dem Schützengraben hervorragte, ordnete man 1915 an, die Helmspitze im Fronteinsatz nicht mehr zu tragen.

Um Leder einzusparen, wurden die letzten Pickelhaube während des 1. Weltkrieges zum Teil aus Ersatzmaterialien wie Filz oder Pappe hergestellt.

Bereits in den ersten Kriegsmonaten des Ersten Weltkriegs versuchte man die veralteten Leder-Pickelhauben durch Helme aus besser geeignetem Material zu ersetzen. Die ersten Metallhelme, die u.a. von den Firmen Weissenburger in Stuttgart-Cannstadt und Bing in Nürnberg hergestellt wurden hatten die gleiche Form wie die Pickelhaube, waren jedoch aus 0,4 mm starkem Stahlblech gefertigt und schwarz oder feldgrau lackiert. Hiervon wurden mehrere hunderttausend Helme hergestellt. Gravierender Nachteil war, dass das Material bei Beschuss splitterte, was sogar noch zu gefährlicheren Kopfverletzungen führte als bei der alten Leder-Pickelhaube. Die Beschaffung dieser Helme wurde daher im Frühjahr 1915 eingestellt und die ausgelieferten Helme wurden von der Front zurückgezogen und größtenteils vernichtet.

Pickelhaube aus Stahlblech

Stahlhelme des Kaiserreiches und der Weimarer Republik

1915 - 1934

Gaede-Helm (Stahlkappe M1915)

Im 1. Weltkrieg (1915) betrug der Anteil der Verwundungen die durch Splitter- und Schrapnell-Geschosse der Artillerie verursacht wurden 80%. 1/4 dieser Verwundungen waren Kopfverletzungen, die fast immer tödlich endeten. Da die Pickehaube keinen Schutz vor Kopfverletzungen durch Gewehrkugeln, Granatsplitter und umherfliegende Steine bot, begannen manche Einheiten damit, provisorische Schutzhelme herzustellen.

Auch die in den Bergen der Vogesen eingesetzte Armeeabteilung Gaede führte auf Initiative Ihres Kommandeurs, des deutschen Infanterie Generals Hans Emil Alexander Gaede und unter Leitung ihres Stabchefs Oberstleutnant Hesse, Versuche mit einer schützenden "Stahlkopfbedeckung" durch. 

Das Ergebnis dieser Versuche war der Prototyp des allerersten deutschen Stahlhelms, der Gaede-Helm (Stahlkappe M1915). Der Gaede-Helm bestand aus einer dicken Lederkappe, die die Schädeldecke bedeckte. Daran wurde ein Stirn- und Nasenschutz aus 5-7 mm dickem Chrom-Nickel-Stahl genietet. Der Gaede-Helm wurde mit Lederriemen am Kopf befestigt. Man geht heute davon aus, dass es mindesten vier verschiede Ausführungen des Gaede-Helmes gab.
 
Der Gaede-Helm ähnelte der französischen "Calotte", die aber keinen Nasenschutz hatte.
 
Die schweren Kopfverletzungen konnten durch den Gaede-Helm stark verringert werden. Das hohe Gewicht  des Gaede-Helms (mehr als 2 kg) führte jedoch dazu, dass die Soldaten schnell ermüdeten. Außerdem bot der Gaede-Helm keinen Schutz des Nackens und Hinterkopfs vor Splittern.
 
Etwa 1.500 dieser Gaede-Helme wurden in der Artilleriewerkstatt Mühlhausen gefertigt. 
 
Mit der Einführung des ersten offiziellen deutschen Stahlhelms M16 wurden fast alle Gaede-Helme eingeschmolzen um den Chrom-Nickel-Stahl für die Produktion des neuen Stahlhelm M16 zu verwenden.
 
Gaede-Helm
Gaede-Helm Stirnplatte des Gaede Helm
Gaede-Helm Gaede-Helm


Fotos: antique-photos.com

Scharfschützen-Maske (La Plaque Elefant) 1. Weltkrieg

Die "Scharfschützenmaske" war ein weiterer Versuch im Ersten Weltkrieg, den Kopf des Soldaten vor feindlichen Geschossen zu schützen. Die Scharfschützen-Maske wurde aus massivem Stahl gefertigt. Aufgrund des Aussehens erhielt sie von französisch Soldaten den Spitznamen "La Plaque Elefant" (Elefanten-Schutzschild).
 
Die Scharfschützenmaske bot auf der linken Seite einen kompletten Schutz, während die rechte Seite einen Ausschnitt für das Scharfschützen-Gewehr mit dem Scharfschützen-Zielfernrohr aufwies.
 
Im oberen Teil der Scharfschützen-Maske waren zwei schmale kurze Augen-Schlitze angebracht.
 
Die Scharfschützenmaske wurde mit Lederriemen am Kopf befestigt, die an der Innenfläche der Maske angenietet waren.
 
Es sollen ca. 1.500 Scharschützenmasken von verschiedenen Herstellern gefertigt worden sein, die sich in Größe, Gewicht, Qualität, Verarbeitung und Stahlqualität unterschieden.
 
Scharfschützenmaske 1. Weltkrieg (Vorder- u. Rückseite) Scharfschützenmaske 1. WK
Scharfschützenmaske 1. Weltkrieg Scharfschützenmaske 1. Weltkrieg deutsche Scharfschützenmaske 1.WK

Link

Stahlhelm M16

1916 wurde durch eine Verfügng des Chefs des Generalstabes des Heeres, General von Falkenhayn im deutschen Heer der "Stahlschutzhelm Modell 1916" (Stahlhelm M16) aus heißgepresstem vergütetem Chrom-Nickel-Stahl eingeführt. An beiden Seiten gab es einen Lüftungsbolzen, der ca. 8 mm hervorstand.

Entwickelt wurde der deutsche Stahlhelm M16 innerhalb weniger Monate von Prof. Friedrich Schwerd (Ordinarius der TH Hannover) gemeinsam mit dem Marine-Generalarzt und Chirurgen Prof. Dr. August Bier. Seine typische Form erhielt der Helm von der Gattin von Preofessor Schwerd, die als Künstlerin tätig war.

Das Innenfutter war komplett aus Leder gefertigt. Es bestand aus einem starken Lederring, an dem 3 zweifach-gezacke Lederzungen aus hellem Schafleder befestigt waren. Auf der Innenseite der Lederzungen bedand sich je eine angenähte Tasche aus weißem Körperstoff, in die ein Polsterkissen aus Roßhaar eingelegt war. Der Kinnriemen wurde - wie bei der Pickelhaube - an dem im Inneren angebrachten "Knopf M91" befestigt.

Der Stahlhelm M16 war mit einer matten grün-grauen Rostschutzfarbe gestrichen und wurde in 5 Größen hergestellt. Anders als bei der Pickelhaube und bei den französischen und britischen Stahlhelmen verzichtete man beim deutschen Stahlhelm aus Tarngründen vollständig auf Abzeichen, mit denen man Offiziere von Mannschaften unterscheiden konnte.

Das Gewicht des Stahlhelms M16 betrug zwischen 1,2 und 1,4 kg.

Stahlhelm M 16
Stahlhelm M16
Stahlhelm-Innenfutter M16 Kinnriemenbesfestigung am Knopf M91
Stahlhelm M16 Innenfutter

Stahlhelm M16 Knopf M91

 

Die ersten Probehelme des Stahlhelms M16 wurden im November 1915 an die Truppe ausgeliefert. 

Die Lieferung der ersten 30.000 Stahlhelme M16 durch das Eisenhüttenwerk Thale/Harz erfolgte im Januar 1916 an die deutschen Truppen an der Somme und vor Verdun. Anfangs wurden die Stahlhelme M16 - aufgrund der begrenzt verfügbaren Stückzahl - nur im Frontbereich getragen und dort an den ablösenden Soldaten weitergegeben.  

Im April 1916 wurden weitere 1,5 Millionen Stahlhelme M16 in Auftrag gegeben. Ab 1917 waren bereits ein Großteil der Truppen - außer der Artillerie - mit dem Stahlhelm M16 ausgerüstet. Ab 1918 war der Bedarf der Truppe an Stahlhelmen M16 weitestgehend gedeckt.

Ab 1917 gingen auch die Piloten der deutschen Jagdflugzeuge dazu über, statt der ledernen Fliegerkappe den neuen Stahlhelm M16 zu tragen. 

Bis Ende des Ersten Weltkrieges wurden ca. 7,5 Millionen Stahlhelme M16 hergestellt, dazu noch ca. 100.000 Stahlhelme, die an Verbündete geliefert wurden.

Wie der französische "Adrian-Helm", der englisch/amerikanische "Brodie-Helm" und der österreichische "Berndorf-Helm" sorgte der deutsche Stahlhelm M16 dafür, dass die Zahl der Kopfverletzungen innerhalb kurzer Zeit deutlich sank. Die Schutzwirkung des deutschen Stahlhelms M16 war aufgrund der tieferen Passform und des gehärteten Stahls im Vergleich zum französischen und englischen Modell besser.

Stirnschild zum Stahlhelm M16

Ein Teil der Stahlhelme M16 wurde mit einer zusätzlichen 1 cm dicken Stirnplatte (Stirnschild) ausgestattet, die an den Lüftungsbolzen des Stahlhelmes eingehängt wurde.

Stirnschild für Stahlhem M16
Stirnschild zum Stahlhelm M16

Stahlhelm M17

1917 wurde das Innenfutter des Stahlhelms geändert. Der Ring des Innenfutters war fortan nicht mehr aus Leder sondern aus Metall. Der Kinnriemen wurde beim Stahlhelm M17 weiterhin am Knopf M91 befestigt.

Stahlhelm-Innenfuter M1917
Stahlhelm-Innenfutter M17

Stahlhelm M18

Der Stahlhelm M18 unterschied sich vom Stahlhelm M17 durch die Befestigung des Kinnriemens. Der Knopf M91 zur Befestigung des alten Pickelhaubenriemens viel weg und der nun zweiteilige Kinnriemen mit Karabinerhaken  wurde beim Stahlhelm M18 am Metallring des Innenfutters befestigt. Der Kinnriemen des Stahlhelms M18 bestand aus einem 16 mm breiten Riemen aus naturfarbenen Leder.

Stahlhelm M 18 Stahlhelm-Innenausstattung M18
Stahlhelm M18 Stahlhelm M18 Innenausstattung Kinnriemen
Stahlhelm-Innenleder M18 (Kopie) Stahlhelm-Kinnriemen M18 (Kopie)
Stahlhelm M18 Innenfutter Stahlhelm-Kinnriemen M18Stahlhelm-Kinnriemen M18

"Buntfarbenanstrich" des Stahlhelms M16, M17 und M18

Bis 1918 gab es  beim deutschen Militär lediglich improvisierte Tarnmuster. Im Juli 1918 wurde das erste standartisierte Tarnmuster - der Buntfarbenanstrich - offiziell in der kaiserlichen Armee eingeführt. 

Es wurden großflächige scharfeckige Farbfelder in rostbraun, ockergelb und grün aufgetragen, die durch dicke schwarze Linien voneinander getrennt waren. Wie fast alles Kriegsmaterial wurden auch Stahlhelme mit diesem Anstrich versehen. Der "Buntfarbenanstrich" ist auch unter der Bezeichnung "Mimikry-Tarnanstrich" bekannt.

Die Farben waren matt und wurden von Hand mit dem Pinsel aufgetragen. Aufgesprühte Farben sind erst seit den 1930er-Jahren belegt. 

Stahlhelm M16  mit Buntfarbenanstrich (Mimikry)
Stahlhelm M16 Mimikry-Anstrich Mimikry-Stahlhelm M16

Sondermodelle des Stahlhelms M18

Von dem Stahlhelm M 18 wurden auch Sondermodelle  gefertigt. So gab es einen Stahlhelm M18 mit Ohren-ausschnitten (Kavalleriehelm), bei dem an der Ohrenpartie ein Stück ausgeschnitten war. Dieser Stahlhelmtyp wurde von der Kavallerie und den Nachrichtentruppen getragen. Außerdem gab es eine Ausführung ohne den Vorderschirm für die Besatzungen von Panzerfahrzeugen.

Für die türkischen Streitkräfte wurde eigens eine abgewandelte Form entworfen, bei der der markante weit vorgezogene Augenschirm und die im Bereich der Ohren herabgezogene Krempe fehlte. Diesen Helm konnte der moslemische Soldat zum Gebet aufbehalten. Etwa 5.400 Stück wurden offenbar seit 1918 produziert und, zumindest teilweise in die Türkei geliefert. Wie Fotos belegen, fanden aber auch einige Stahlhelme M18 in der türkischen Version bei deutschen Freikorpsverbänden in der Zeit nach dem Ersten Weltkrieg Verwendung.

Stahlhelm M18 mit Ohrenausschnitt (Kavallerie-Helm M18) Stahlhelm M18 ohne Vorderschirm (Stahlhelm M18 für Panzerfahrer) Stahlhelm M18 (türkische Version)
Stahlhelm M18 Ohrenausschnitt (Kavallerie-Helm M18) Stahlhelm M18 ohne Vorderschirm (Panzerfahrer) Stahlhelm M18 türkisch

Hersteller des Stahlhelms M16, M17 und M18

B.F.
 F.C. Bellinger, Fulda 
Bär-Symbol bzw. „B“
auf Helmglockendach
 Berndorf, Österreich 
E.T.
 Eisenhüttenwerk Thale A.G., Thale a/Harz 
G.
Gebrüder Gnüchtel A.G., Lauter i/Sa  
G.B.N.
 Gebrüder Bing A.G., Nürnberg
„Glockensymbol“ L.
 R. Lindenberg A.G., Remscheid-Hasten
K J. & H. Kerkmann in Ahlen/westfalen
K & M Körting & Mathissen, Leutsch bei Leipzig
kleines Dreieck + K
Körting & Mathissen, Stuttgart 
Ni. bzw. NJ
Vereinigte Deutsche Nickelwerke, Schwerte i/Westf.
Si.
Eisenhütte Silesia, Paruschowitz Oberschlesien 
verschlungenes Symbol
S und H
Siemens & Halske A.G., Siemenstadt bei Berlin 
T.J.
C. Thiel & Söhne, Lübeck
Q Quist, Esslingen
W.
Herm. Weissenburger & Co., Stuttgart-Cannstatt 

Der deutsche Stahlhelm in der Reichswehrzeit 1921 - 1933

Der Stahlhelm M16/M17/M18 wurde 1921 unverändert für die neugegründete deutsche Reichswehr übernommen.

Ab September 1925 wurden die bisher naturfarbenen Kinnriemen mit Karabinerhaken geschwärzt beschafft. 

Ab Mai 1927 kam eine neue Innenausstattung zum Einsatz, die statt des Blechrings wieder einen Lederring hatte. Seitlich befanden sich zwei Hängebleche für die Befestigung des Kinnriemens. Zu der Innenausstattung  1927 gehörte ein neuer, geschwärzter Kinnriemen mit Dornenschnalle.

1931 wurde für den Stahlhelm die Innenausstattung 31 mit Kinnriemen eingeführt. Sie Bestand aus einem Aluminiumband (Außenring) der am Stahlhelm mit 3 Helmsplinten befestigt wurde und einem Stahlband (Innenring), an dem ein  7- bis 9-zackickes Schweißleder (aus sumachgaren, kernigem ca. 1 mm starken Schafsleder mit Flizstreifen und Zugschnur) mit 5 Stahlfedern befestigt war. 

Der Anstrich des Stahlhelm erfolgte fortan in mattfeldgrauer Farbe (ohne Grünton). Eine Helmtarnung sollte nur im Felde durch Bestreichen mit Erde oder Lehm bzw. Anbringen von Laub, Zweigen oder Gras erfolgen.

Abzeichen: Unter dem linken Lüftungsbolzen wurde das Landeswappen des Landes, in welchem der Truppenteil stationiert war in Schildform angebracht. 

Stahlhelm M16 mit Hohenzollernwappen Stahlhelm M18 mit Landeswappen 

"Paradehelm" der Reichswehrzeit

Offiziere der Reichswehr waren berechtigt, leichtere Helme aus Leichtmetall, Vulkanfiber oder Filz zu tragen. Diese Helme mussten von den Offizieren selbst beschaftt werden und durften nicht im Felde und an der Front benutzt werden. Diese sogenannten "Paradehelme" entsprachen in ihrer Form den Stahlhelmen.

Paradehelm Reichswehr Vulkanfiber

Der Stahlhelm der Deutschen Wehrmacht (1933-1945)

Stahlhelm M16 / M17 / M18

Die Stahlhelme der Reichswehr (Stahlhelm M16, M17, M18) wurden nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten zunächst weitergetragen.

Ab dem 14.03.1933 wurde das Landeswappen durch ein Wappenschild in gleicher Form in den neuen Reichsfarben schwarz-weiß-rot ersetzt.

Am 17.02.1934 wurden neue Abzeichen eingeführt. Das Reichswappen (schwarz-weiß-rot) kam nun auf die rechte Seite, auf der Linken Seite wurde das Hoheitsabzeichen (silberner Wehrmachtsadler mit Hakenkreuz) angebracht. Die Wappenschilder waren nun unten rund und etwas kleiner. Sie hatten eine Höhe von 40 mm und Breite von 33 mm.

 Stahlhelm M16 mit Reichswappen (Schwarz-weiß-rot) und Wehrmachtsadler
Wachsoldaten der Wehrmacht mit Stahlhelm M 18 

Stahlhelm M 35

Der Stahlhelm M 35 wurde am 25.06.1935 eingeführt. Die erste Lieferung von 100.000 Stahlhelmen M 35 erreichte die Truppe Ende April 1936, und bis 1938 war die Truppe allgemein mit dem Stahlhelm M 35 ausgerüstet. Die Luftwaffe erhielt die ersten 2.500 Stahlhelme M 35 ebenfalls Anfang 1936 die erste Lieferung von 100.000 Stahlhelmen M 35 erhielt die Luftwaffe Ende Februar 1937.

Die bewährte Grundform des Stahlhelms M 18 wurde beibehalten. Lediglich die Helmglocke wurde etwas verkleinert und der Augen- und Nackenschirm etwas gekürzt. Durch die Veränderungen verringerte sich das Gewicht des Helmes um 150 g. Statt der Lüftungsbolzen wurden flache Buchsen aufgenietet. Der Rand des Stahlhelms ist beim Stahlhelm M 35 umgebördelt (wie beim Stahlhelm M16/18).

Vergleich Stahlhelm M18  und Stahlhelm M35

Am 22.11.1935 wurde ein neuer 1,5 cm breiter 2-teiliger Kinnriemen eingeführt.

Die Innenausstattung 31 wurde zunächst beibehalten, aber 1938 durch stärkere Nieten, einen stärkeren Außenring und Höhersetzen der Hängebleche verändert. 

Ab 2.2.1940 erhielten alle feldgrau eingekleideten Soldaten der Panzertruppe den Stahlhelm M35.

1940 wurde die Farbe der Stahlhelme M 35 geändert. Die Stahlhelme M 35 trugen nun einen schiefergraumatten, leicht angerauten Anstrich.

Stahlhelm M 35

 

Umbördeln des Stahlhelmrandes

Stahlhelm M35/40

Am 26.03.1940 wurden die Herstellerwerke angewiesen, den Stahlhelm nur noch mit geprägtem Lüftungsloch (ohne aufgenietet Buchse) herzustellen. Vorhandene Lüftungsbuchsen konnten aufgebraucht werden.

Lüftung mit aufgenieter Buchse (M35) geprägtes Lüftungsloch (M35/40)        

Stahlhelm M 42

Am 6.7.1942 wurde vom OKH angeordnet, dass zur Rationalisierung und Leistungssteigerung in der Stahlhelmfertigung ab dem 1.8.1942 die Bördelung des Helmrandes wegfällt. Das  dadurch ersparte Material wurde beim Ziehprozess in die Wandstärke hineingelegt, wodurch sich die Blechstärke von 1,2 mm auf 1,25 mm erhöhte.

Stahlhelm M 42
umgebördelter Rand
M 35
ausgezogener Rand
M 42

Im Januar 1944 werden bei den Schubert-Werken in Braunschweig 1.000 Stück der vereinfachten Innenausstattung 1944 produziert.

Innenfutter M 1944
Stahlhelm-Innenfutter M1944

Im Laufe des Jahres 1944 wurde die Helmfertigung erheblich rationalisiert, Das Einsatzgewicht der Ronden wurde bei gleicher Festigkeit um 10 % gesenkt. Ebenso wurde die Anzahl der Ziehvorgänge von 7 auf 4 vermindert. Benötigte man 1942 ca. 30 Minuten um einen Helm zu fertigen, waren es 1944 nur noch 12 Minuten. Durch die Verkleinerung der Ronden sparte man  2.500 to Stahl pro Jahr ein, steigerte durch den Zeitgewinn die Produktion um 150 % und konnten außerdem noch 400 Arbeitskräfte freistellen. Durch Rationalisierungsmaßnahmen konnten die Kosten für einen kompletten Stahlhelm von 1936 bis 1944 auf weniger als die Hälfte gesenkt werden.

Stahlhelm-Hersteller
ET, später ckl Eisen- u. Hüttenwerke AG, Thale
NS Vereinigte Deutsche Nickelwerke AG, Schwerte
Q Quist, Esslingen
SE, hkp, SESt Sächsisches Emaillier- und Stanzwerk AG, Lauter
FS, EF Emaillierwerk AG, Fulda
bvlqvl Bergmann & Co., Hamburg-Altona

Versuchsmodell B/II von 1944

Im Laufe der Krieges stiegen die Verluste deutscher Soldaten in erheblichem Umfang. Es wurde auch untersucht, ob mit Hilfe eines neuen Stahlhelms Abhilfe geschaffen werden konnte.

Eine Denkschrift zählte die Nachteile des alten Stahlhelms auf, diese führten zur Schaffung und Erprobung eines neues Modells. Durch seine besonders abgeflachte Form sollte sich die Schutzwirkung des Helmes gegenüber Splittern und Geschossen erhöhen und das beanstandete Rauschen weitgehend entfallen.

Die Arbeiten wurden in der Chemisch-Technischen Reichsanstalt des Institut für Wehrtechnische Werkstoffkunde Berlin (Prof. Dr.-Ing. Fry und Dr. Hänsel) durchgeführt. In die engere Erprobung kamen vier Modelle: „A“ = ein leicht veränderter Helm 35, „B“, „B/II“ und „C“.

Die Eisen- und Hüttenwerke AG Thale/Harz wurden mit der Herstellung der Versuchsmuster beauftragt. Sie legten zusätzlich noch den „Vorschlag Thale“ vor, der als Abwandlung des Modells „B“ unter Leitung des Ober-Ingenieurs Erich Kisan entwickelt wurde. Bei den Beschuss- und Truppenerprobungen erwiesen sich die beiden „B“-Modelle als die besten.

Die Ergebnisse wurden in einer Denkschrift zusammengefasst und im Herbst 1944 dem Führerhauptquartier vorgelegt. Trotz der positiven technischen Beurteilung der Helme sowie der großen Einsparungen an Material und Arbeitszeit wurde die Einführung eines neuen Helmmodells abgelehnt – offensichtlich aus Gründen der Tradition, Psychologie und Logistik. Der bisherige, sehr symbolträchtige deutsche Stahlhelm sollte nicht in einer krisenhaften Situation durch einen völlig andersartigen Stahlhelm ersetzt werden.

Später wurde das neue Helmmodelle in der DDR eingeführt. Das Modell B/II mit der Befestigungslösung des 'Innenlebens' vom "Vorschlag Thale" gilt heute als 'Urvater' des NVA-Stahlhelms. Der M56-NVA-Stahlhelm war in seinen technischen Eigenschaften der beste Helm mit der größten Schutzwirkung bis zur Einführung des amerikan. Kevlar-Helmes.

Paradehelm der Wehrmacht

Paradehelm der Wehrmacht (Vulkanfiber) Paradehelm der Wehrmacht (Aluminium)
Paradehelm der Wehrmacht Vulkanfiber Wehrmacht Paradehelm Aluminium
Wehrmacht Paradehelm Aluminium

Stahlhelm für Fallschirmschützen

Fallschirmjäger - eine Elitetruppe für schwierige Aufgaben

Aufgrund des äußerst wirkungsvollen Einsatzes von Flugzeugen im 1. Weltkrieg, wo man bereits Flugzeuge nutzte, um hinter den feindlichen Linien zu landen, Saboteure abzusetzen und diese nach ihrem Einsatz wieder aufzunehmen, begannen die Militärs darüber nachzudenken, Soldaten durch Absetzen mit Flugzeugen oder mittels Fallschirmsprung an Brennpunkten des Krieges einzusetzen.

Im August 1930 stellte die Rote Armee die erste Luftlandetruppe auf, die 1932 über 18 Flugzeuge und 450 Fallschirmjäger verfügte. Bei Manövern in Kiew im Sommer 1935 konnten bereits 1.800 Fallschirmjäger der roten Armee mit Fallschirmen landen, die von weiteren Luftlandetruppen unterstützt wurden, die mit Transportflugzeugen 5.700 Soldaten, Fahrzeuge, leichte Panzer und Waffen absetzten. Der im deutschen Heereswaffenamt in der Inspektion für Waffen und Gerät für Flugzeugentwicklung zuständige Referent Hauptmann a.D. Kurt Student, der selbst den 1. Weltkrieg als Jagdflieger erlebt hatte und maßgeblichen Anteil an der Einrichtung der Geheimen Fliegerschule und Erprobungsstätte der Reichswehr in Lipezk in der Sowjetunion hatte, war bei diesen Manövern als Beobachter anwesend und schwer beeindruckt. 

Das erste Bataillon der Fallschirmjäger wurde im November 1935 von der deutschen Luftwaffe aufgestellt. 

Das deutsche Heer stellte 1936 ebenfalls einen Fallschirm-Infanteriezug auf, der bis Frühjahr 1938 auf ein Bataillon erweitert wurde. Gemäß Entscheidung des OKH vom 20.02.1937 gehörten die Fallschirmtruppen des Heeres zu den Lehr- und Versuchtruppen der Infanterie. Die Heeres-Fallschirmjägersoldaten trugen daher die weiße Waffenfarbe der Infanterie und auf den Schulterklappen ein "L". Mit Wirkung von 23.07.1938 trugen die Soldaten der Fallschirminfanterie statt des "L" der Lehrtruppen das verschlungene gotische "FT"

Der deutschen militärischen Führung ging es bei der Aufstellung der Fallschirmjäger vor allem darum, in der Anfangsperiode eines Krieges entscheidende Vorteile über den Gegner zu erlangen. Durch den überraschenden Einsatz von Fallschirmjägern sollten vor allem der Vormarsch von gepanzerten Truppen erleichtert, das Hinterland des Gegners desorganisiert, Verwirrung unter dessen Truppen und Panik unter die Bevölkerung getragen werden. Den Fallschirmjägern war damit die Rolle eines militärischen und psychologischen Stoßtrupps im Rahmen der Blitzkriegskonzeption zugedacht.

Gleichzeitig mit der Aufstellung der Fallschirmjägerverbände begannen Heer und Luftwaffe mit  der Entwicklung und Erprobung von Sonderbekleidung und Sonderausrüstung für Fallschirmjäger

Die Unterschiede in der Ausbildung und Bewaffnung des Heers zur Luftwaffe lagen in der unterschiedlichen Auffassung der Einsatzverwendung. Die Heereseinheit war daher - im Unterschied zur Luftwaffe - auch mit schwerem Maschinengewehr und schweren Granatwerfern ausgerüstet. Die Sprungbekleidung/-ausrüstung der Fallschirm-Infanterie des Heeres war identisch mit der Sprungbekleidung/-ausrüstung der Fallschirmjäger der Luftwaffe, wenn man vom unterschiedlichen Hoheitsadler absieht.

An den Wehrmachtmanövern 1937 nahmen erstmals Fallschirmjägertrupps der Luftwaffe und des Heeres teil, die Sabotageeinsätze gegen Eisenbahneinrichtungen hinter der Front übten. 

Zum ersten operativen Einsatz der Fallschirmjäger-Verbände kam es bereits am 13. März 1938 im Zuge des "Anschlusses Österreichs an das Reich". 3 Kompanien Fallschirmjäger landeten mit Ju-52 Flugzeugen auf dem Flughafen Thalerhof bei Graz, um im Falle von Widerstand eingreifen zu können. 

Am 1. Juli 1938 übernahm in der Luftwaffe Generalmajor Kurt Student den Aufbau der deutschen Fallschirmtruppe. Im Sommer 1938 wurde in der Luftwaffe die  7. Flieger-Division gebildet. 

Der erste Sprungeinsatz von Teilen der 7. Flieger-Division erfolgte vom 7. bis 17.10.1938 bei der "Eingliederung des Sudetenlandes" (Fall Grün) als Übung in der Nähe von Bruntál (Freudenthal) hinter der  äußerst geschickt und gut getarnt angelegten tschechoslowakischen Bunkerlinie gegen Deutschland (Tschechoslowakischer Wall,  československé opevnění). Die Fallschirmjäger nahmen gemeinsam mit der ebenfalls für besondere Verwendungszwecke geschulten III./IR 16 (Infanterie-Regiment 16, General von Choltitz) die Bunkerlinie und schalteten sie aus, wobei zum ersten mal gemeinsam das "vertikale Umfassungsprinzip" geübt wurde..

Tschechischer Bunker mit Beschriftung: "Hitler, du wirst verrecken wie Napoleon!" Fallschirmjäger erwarten nach ihrem Einsatz 1938 in Freudenthal (Bruntál) den Führer
Fallschirmjäger erwarten in Freudenthal den Führer 1938

(Video Bruntál 1938)             (Fotos Freudenthal 1938)

Der Einsatz war ein voller Erfolg und eindrucksvoller Beweis für Students Konzept moderner Fallschirmtruppen. Diese Luftlandeoperation hatte auch zur Folge, dass die eigentlich nur für die Besetzung des Sudetenlands aufgestellte 7. Fliegerschützen-Division bestehen blieb und das Heer das Fallschirminfanteriebataillon an die Luftwaffe abgeben musste. 

Das "Fallschirm Infanterie Bataillon" des Heeres wurde am 1. Januar 1939 als II./Btl. in das Fallschirmjäger Regiment 1 der Luftwaffe überführt. Im August 1940 wurde von Oberst Heidrich das II./Fsch.Jg.Rgt. 1, ehemals F.I.B., als Stammtruppe zur Aufstellung seines neuen Fallschirmjägerregiment 3 angefordert. das damit die Tradition der alten Fallschirminfanterie übernahm. So ist zu verstehen, dass viele Fallschirmjäger in Fsch.Jg.Rgt. 3 das alte Heeresfallschirmschützenabzeichen trotz Verbot noch weiter trugen und die Heeresinfanteriestandarte die Fahne des Luftwaffen-Fallschirmjägerregiment 3 blieb.

Ein weiterer Sprungeinsatz der Fallschirmjäger sollte am 14. März 1939 stattfinden, doch schlechtes Wetter verhinderte den Sprungeinsatz und als die Fallschirmjäger schließlich mit Ju-52 Transportflugzeugen auf dem Flugplatz Prag-Kbély landeten, hatte das Heer bereits alles besetzt. 

Im September 1939 rollten Einheiten der deutschen Fallschirmjäger-Regimenter auf LKW nach Polen, um dort Flugplätze zu besetzen und Sicherungsaufgaben zu übernehmen. Es sollte mehrmals zu Sprungeinsätzen kommen, die aber alle kurz vor dem vorgesehenen Einsatz gestrichen wurden. Beim Einsatz auf Graudenz, saß man bereits im Flugzeug, als der Einsatz abgeblasen wurde, gleiches passierte bei der Einnahme der Weichselbrücke bei Pulawy, auch hier waren die Panzerspitzen schneller. Die Fallschirmjägereinheiten wurden jedoch teils in Bodenkämpfe mit schweren Verlusten verwickelt u.a. am 14.09.1939 bei Radom-Sucha und am 24.9.1939 bei Wola Gulowska. Es kam zu keinerlei Sprungeinsätzen der deutschen Fallschirmjäger in Polen. 

Deutsche Fallschirmjäger spielten 1940 bei der Besetzung Dänemarks, Norwegens und Griechenlands eine wichtige Rolle. Nach der verlustreichen Eroberung der Insel Kreta (Unternehmen Merkur Videosowie das endgültige Scheitern der Blitzkriegskonzeption im Winter 1941/42 vor Moskau und schließlich vor Stalingrad führten dazu, dass die Fallschirmjäger in der Folgezeit größtenteils als Infanterie eingesetzt wurden. Im Fallschirm- bzw. Luftlandeeinsatz kamen sie im begrenzten Rahmen noch im November 1943 bei der Besetzung der Insel Leros  (Unternehmen Leopard) und im Dezember 1944 bei der Ardennenoffensive zum Einsatz. Daneben bestanden kleinere Sondereinheiten (u.a. bei der Waffen-SS sowie bei den Fernaufklärungskräften des Heeres), die wiederholt zu Kommandounternehmen eingesetzt wurden.

1942/43 dienten die Fallschirmjäger der Wehrmachtsführung vor allem als mobile Eingreifreserve. So wurden kurzfristig Verbände im Lufttransport auf entfernte Kriegsschauplätze verlegt, z. B. 1942 nach Nordafrika und Südfrankreich, 1943 nach Tunesien und Sizilien. Stärkere Kontingente der Fallschirmjäger waren vom Herbst 1941 bis zum Kriegsende an der deutsch-sowjetischen Front sowie 1944 in Italien (u.a. Monte Casino) eingesetzt.

Fallschirmjäger Lehrfilm 1939          Video: The German War Files "Fallschirmjager 1933 1941" 

Film Fallschirmjäger                                  Video: The German War Files "Fallschirmjager 1942 1945"              

Fallschirmjäger der Waffen-SS

Bereits 1937 wurde bei der SS-Verfügungstruppe eine Kernzelle einer Fallschirmeinheit aufgestellt. Dieses Projekt wurde jedoch 1939 wieder beendet. 

Am 6.9.1943 wurde in Chlum im besetzten Böhmen das Fallschirmjäger-Bataillon 500 der Waffen-SS  für Sondereinsätze aufgestellt. Die 1.000 Mann setzten sich zur Hälfte aus SS-Freiwilligen  und zur anderen Hälfte aus Insassen von SS-Straflagern (u.a. dem SS-Militärgefängnis Danzig-Matzkau) zusammen. Die Insassen der SS-Straflager wurden mit der Aufnahme ins Battailon voll rehabilitiert und erhielten ihren alten Dienstrang zurück. Im November 1943 wurden die 4 Kampfkompanien in der Fallschirmschule 3 (Mataruska-Banja, Serbien) ausgebildet. 

Im Febuar 1944 wurde das SS-Fallschirmjäger-Bataillon 500 in Jugoslawien in erste Kampfhandlungen mit Tito-Partisanen verwickelt. Bis April 1944 waren das Bataillon in Serbien, Montenegro, Mazedonien und Bosnien gemeinsam mit der 7. SS-Freiw.-Gebrigs-Division Prinz Eugen bei der Bekämfung kommunistischer Partisanen infanteristisch eingesetzt. 

Das SS-Fallschirmjäger-Bataillon 500 hatte seinen ersten Sprungeinsatz am 24. Mai 1944 bei der Stürmung des Hauptquartiers von Josip Broz Tito in Drvar (Unternehmen Rösselsprung). Aufgrund der fehlenden praktischen Erfahrung waren dem SS-Fallschirmjägerbataillon bei dieser Kommandoaktion zwei Kompanien Fallschirmjäger der Luftwaffe zugeteilt. Der Einsatz schlug trotzdem weitgehend fehl, Tito konnte entkommen, 800 der 1000 Fallschirmjäger des Bataillons verloren im Feuer der Partisanen ihr Leben. Die 200 Überlebenden blieben weiter im Kampf gegen Tito-Partisanen. 

Im November 1944 wurde in Österreich aus den Überlebenden des SS-Fallschirmjäger-Bataillons 500 und neuen Freiwilligen das SS-Fallschirmjägerbataillon 600 gegründet. Die Soldaten des Bataillons wurden aber nur noch zur Panzerbekämpfung und für Kommandooperationen ausgebildet, eine Sprungausbildung fand nicht mehr statt. Zwei Kompanien kämpften während der Ardennen-Offensive unter Skorzeny als Teil der Panzerbrigade 150. 44 Soldaten trugen dabei amerikanische Uniformen und benutzten amerikanische Ausrüstung ... 18 davon wurden gefangen und als Spione exekutiert. 1945 kämpfte das SS-Fallschirmjäger-Bataillon 600 an der Oderfront

Die Soldaten des SS-Fallschirmjäger-Bataillons 500 und 600 trugen normale Waffen-SS-Feldblusen und Waffen-SS-Mützen, Waffen-SS-Koppel usw.. Ihre gesamte Sprungausrüstung (Fallschirmjäger-Knochensäcke, FJ-Hosen, FJ-Stiefel und FJ-Helme M38) erhielten die WSS-Fallschirmjäger von  der Luftwaffe. Die FJ-Helme waren entweder mit Abzeichen der Luftwaffe oder ohne Abzeichen. FJ-Stahlhelme mit SS-Runen sind nicht bekannt. Viele Soldaten scheinen den Luftwaffen-Brustadler vom Knochensack entfernt zu haben. Es ist lediglich ein Foto bekannt, bei dem ein Soldat den SS-Ärmeladler auf seinem Knochensack trägt. Die Knochensäcke hatten alle das Splittertarnmuster der Luftwaffe. Knochensäcke in Erbstarnmuster wurden nicht ausgegeben. Es wurden bei Kriegsende lediglich 5  Knochensäcke in Erbstarnmuster (Versuchsmuster) in der Bekleidungswerkstatt Dachau gefunden.

Soldaten des Waffen-SS-Fallschirmjäger-Bataillon 500 auf dem Flugplatz Mataruska Banja
Waffen-SS Fallschirmjäger
Waffen-SS Fallschirmjäger, Knochensack, Fallschirmjägerhelm, Splittertarn B Waffen-SS Fallschirmjäger, Knochensack, Splittertarn B, FJ-Helm

Literatur:

Massimiliano Afiero - SS-Fallschirmjäger: Il Battaglione Paracadutisti SS
Rüdiger W.A Franz - Kampfauftrag: "Bewährung" Das SS-Fallschirmjäger-Bataillon 500/600 1943-1944
Adolf Kunzmann & Siegfried Milius - Fallschirmjager der Waffen-SS im Bild
Rolf Michaelis - Das SS-Fallschirmjäger-Bataillon 500/600
Antonio J. Munoz - Forgotten Legions: Obscure Combat Formations of the Waffen-SS
Branislav Radovic - Operation Drvar: A Facsimile of Official Kriegsberichter Reports on the Attack by SS-Fallschirmjäger on Tito's Headquarters May 25, 1944

Helm für Fallschirmschützen (Fallschirmjägerhelm) 1936

Die ersten Versuchshelme des Stahlhelms für Fallschirmschützen (Fallschirmjägerhelm) wurde auf auf der Grundlage des Stahlhelm M35 entwickelt, der den Anforderungen der Fallschrimtruppe angepasst wurde. Man nahm Stahlhelme M35 und entfernte den Augenschrim vollständig und kürzte den Nackenschirm auf 18 mm, da an dem weit abestehenden Rand des Stahlhelms M35 die Leinen der Fahllschirme hängen bleiben konnten.

Für die Fallschirmjägerhelme 1936 wurde eine modifizierte Inneneinrichtung 31 verwendet, die (wie beim Stahlhelm M35) mit 3 Nieten an der Stahlhelmkalotte befestigt war. Das Leder hatte jedoch 8 Finger und ein dickes Schaumstoffpolster über dem Kopf des Soldaten. Der neue Kinnriemen wurde mit Karabinerhaken an der Inneneinrichtung befestigt.

In die Stahlhelmkalotte des Fallschirmjägerhelms 1936 wurden 4 verstärkte Langlöcher angebracht, die es dem Träger erlaubten, die Karabinerhaken des Kinnriemens an der Helmkalotte zu befestigen, wenn man nicht im Sprungeinsatz war.

Fallschirmjägerhelm 1936  Repro-Fallschirmjägerhelm 1936
FJ-Helm 1936
FJ-Helm Model 1936 Stahlhelm für Fallschirmschützen 1936
Fallschirmjägerhelm 1936 Fallschirmjägerhelm 1936

Fallschirmjägerhelm 1937 1. Modell

Das 1. Modell 1937 wurde (wie die Ausführung 1936) mit einer modifizierten Innenausstattung 31 versehen. Der Kinnriemen hatte jetzt einen Schnellverschluss und die Stahlhelmkalotte hatte nur noch 2 unverstärkte Langlöcher.

Fallschirmjägerhelm 1937  1. Modell Innenausstattung 1937  1.Mod.
Fallschirmjägerhelm 1937 1. Modell (Fallschirm-Infantertie)
 

Fallschirmjägerhelm 1937 2. Modell

Das 2. Modell 1937 (Übergangsmodell) des Stahlhelms für Fallschirmschützen wurde mit einer neuen Innenausstattung (wie im späteren Modell 1938) versehen, die mit 4 Schrauben an der Stahlhelmkalotte befestigt wurde.

Der Kinnriemen wurde auf 20 mm verbreitert, der linke Riemen wurde verlängert und an dessen Ende wurden 3 Druckknöpfe angebracht. Darüber lag noch ein 16 mm breiter Riemen, der mit einer Dornenschnalle befestigt werden konnte.

FJ-Stahlhelm 1937 2. Modell
Fallschirmjägerhelm 1937 2. Modell

Stahlhelm für Fallschirmschützen M 38 (Fallschirmjäger-Stahlhelm) 

Am 15.3.1938 wurde die Sonderbekleidung und Sonderausrüstung für Fallschirmschützen bei der Luftwaffe eingeführt. 

Der neu eingeführte Stahlhelm der Fallschirmjäger hatte einen anliegenden Rand, war stark gepolstert und mit einer Beriemung mit Nackenband versehen, die einen stabilen Sitz gewährleistete.

Der Fallschirmjäger-Stahlhelm wurde aus Stahlblech in einem Stück gezogen und hatte eine Wandstärke von 1,15 mm. Der Unterrand war 4 mm nach innen umgebördelt. Es gab den Fallschirmjäger-Stahlhelm in drei Größen: 66, 68 und 71. Er wog ca. 1 kg. 

Die Innenausstattung (eine Art Kopfhaube) und der Kinnriemen wurden mit vier Schrauben an der FJ-Stahlhelm-Kalotte befestigt. Die Schrauben hatten im inneren eine Bohrung, die zur Helmbelüftung diente. 1942 erhielten die Schrauben einen Schlitz und 1944 fiel die Lüftungsbohrung der Schrauben weg.

Bei Einführung waren die Helme mit einer glatten feldgrauen Lackierung und zwei Abzeichen (Wappenschild-SWR und LW-Adler) versehen. Ab 12.6.1940 wurden die Helme außen mit einem graublaumatten, leicht angerauhten Anstrich versehen. Der Luftwaffenadler erhielt eine der Tarnung angepasste (blaugrüne) Tönung. Das scharz-weiß-rote Wappenschild entfiel. 1943 entfiel bei Neufertigungen auch das Hoheitsabzeichen.

Das Fallschirm-Infanterie-Bataillon des Heers trug auf der linken Helmseite das Hoheitsabzeichen des Heeres (schwarzes Schild mit silbergrauem Wehrmachtsadler), das es auch nach Aufnahme in die Luftwaffe am 1.1.1939 beibehielt.

Während des Krieges änderte sich am Aussehen der Fallschirmschützenhelme nichts, abgesehen von der Farbe und den Schrauben zur Befestigung des Riemens/Innenfutters.

Fallschirmjäger Stahlhelm M38 Innenausstattung des Fallschirmjägerhelms M38
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Tarnüberzüge und Tarnanstriche für Fallschirmjägerhelme

Im Spätherbst 1940 erhielten die Fallschirmjäger einern einfarbigen, olivgrünen Helmüberzug. Beim

Kreta-Einsatz gab es bereits Helmüberzüge in Tarmuster

   
weißer Winteranstrich  

Fliegerstahlhelme

Fliegerstahlhelm (Baumuster SSK 90)

Der Fliegerstahlhelm Siemens SSK 90 wurde am 8. Mai 1941 eingeführt und von der Firma "Luftfahrtgerätewerk  Hakenfelde" hergestellt, einer 1939 in Berlin-Hakenfelde gegründeten Tochterfirma von Siemens & HalskeKorpus aus vernieteten Stahlplatten mit dunkelbraunem Lederbezug, vernähter gepolsterter Schutzwulst und Halteschlaufen. Farblich abweichende Beriemung (identisch mit der Beriemung des Fallschirmjägerhelms) mit Druckknopfbefestigung. Das Futter aus dem sandfarben melierten Leinen der Fliegerkombis.
 
Der Fliegerstahlhelm SSK 90 wurde über der Fliegerkopfhaube getragen.
 
Fliegerstahlhelm SSK 90
Fliegerstahlhelm SSK 90 - Innen  Stahleinsatz des Fliegerstahlhelms SSK 90
 

Deutscher Fliegerstahlhelm Typ II (M 1944)

Im Winter 1944 wurde der Fliegerstahlhelm Typ II oder Fliegerstahlhelm M 1944 für Bomberbesatzungen in begrenzter Stückzahl eingeführt. Das Innere des Typ-II-Helm bestand aus einem Ledereinsatz und einem Kinnriemen. Der untere Teil des Kinnriemen war ähnlich wie der der deutschen Fallschirmjäger Helme M 38 einschließlich der Schnalle und der Druckknöpfe. Aufgrund der späten Einführung ist dieser Stahlhelmtyp extrem selten.

FliegerstahlhelmTyp II M 1944 Fliegerstahlhelm Typ II M 1944 - Innen
Deutscher Fliegerstahlhelm 1944 Fliegerstahlhelm 1944
RB-Nr.0/0250/0201 = Karl Heisler, Berlin  

Panzer-Schutzmütze

Panzer-Schutzmütze

Panzersoldat mit Panzerschutzmütze

Die Panzer-Schutzmütze bestand aus einem gepolsterten Kopfschutz (aus 1,5 cm starkem Filz oder rotem Schammgummi) mit einem abnehmbaren, schwarzen Überzug, der in seiner Form einer ziemlich großen "Baskenmütze" (Barett) ähnelte. 

In der ersten Ausführung der Panzer-Schutzmütze war der Eichenlaubkranz mit der flachen, schwarz-weiß-roten Metallkokarde der Schirmmütze aufgenäht. Das Hoheitszeichen (Adler mit HK) wurde noch nicht angebracht.

Am 30.10.1935 wurden die Abzeichen der Panzer-Schutzmütze geändert. Der Eichenlaubkranz war nun zusammen mit der Kokarde (wie bei der Feldmütze a.A.) auf schwarzen Grund gewebt. Außerdem kam das Hoheitsabzeichen (Adler mit HK) dazu.

Ab dem 15.1.1941 viel die Panzer-Schutzmütze weg. Beibehalten wurde die Panzer-Schutzmütze nur für die Besatzungen der Panzerkampfwagen 38t und  Fahrer und Beifahrer des MTW und des Sd.Kfz. 251. Da die Produktion 1941 eingestellt wurde, wurde sie aber auch dort kaum getragen.

Panzer-Schutzmütze (Ausf. nach 30.10.1935)
Panzerschutzmütze

Literatur:

Rolf-Leonhard Zentner: "Deutsche Militärhelme 1895-1975"

Reiner Herrmann: "Militärische Kopfbedeckungen der Kaiserzeit"

Jan K. Kube: "Militaria, ein Bilderbuch für Sammler und Freunde alter Helme und Uniformen"

Ludwig Baer: "Die Geschichte des Deutschen Stahlhelms"

Ludwig Baer: "Vom Stahlhelm zum Gefechtshelm"

Adolf Schlicht, Kürgen Kraus: "Die Uniformierung und Ausrüstung des deutschen Reichsheeres 1919-1932"

Bayerisches Armeemuseum: "Stahlhelme vom Ersten Weltkrieg bis zur Gegenwart"

Ausstellungskatalog der WTS Koblenz: "Geharnischte Zeiten - 2000 Jahre Körperschutz des Soldaten ..."

www.fjr2.be

http://www.ffb.kit.edu/ctif_tagungsbaende/16_2008_Entwicklung_des_Kopfschutzes_fuer_den_Feuerwehrmann.pdf

http://www.bgv-wuppertal.de/GiW/Jg9/2Jaeger.pdf

Auf dem Weg nach Ebernhahn - On the way to Ebernhahn - En route to Ebernhahn - Sulla via di Ebernhahn - W drodze do Ebernhahn - Na cestě k Ebernhahn - На пути к Эбернхахн

 

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