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Schloss Engers

Sie haben schon immer davon geträumt, stilecht in einem echten Barockschloss zu übernachten ...

Das Schloßhotel bietet mit seinen drei Häusern:

  • Schloss Engers 
  • Gästehaus Schloss Engers und
  • der exklusiven "4-Sterne-Residenz Schloss Engers"

ein breites Spektrum an Übernachtungsmöglichkeiten.


Genießen Sie die außergewöhnliche Antmosphäre eines der exklusivsten Schlosshotels Deutschlands. 

Das Hotel "Schloss Engers" lebt vom Flair des 18. Jhds.. Der besondere Geist des Kurfürsten Johann Philipp von Walderdorff und dessen Gastfreundschaft und Charme, sind bis heute bewahrt und verleihen dem Schlosshotel sein einmaliges Ambiente.

Das Schlosshotel verfügt über 17 komfortabel ausgestattete Gästezimmer ... zum größten Teil mit einem herrlichen Blick auf den RheinHier hat schon die Hofgesellschaft des Kurfürsten genächtigt und hier schlafen auch die Weltklasse-Solisten der Villa Musica

Preise: DZ 60 - 67,50 €EZ 80 - 89 € (pro Nacht/Person)

Alle Preise inkl. Frühstücksbuffet im historischen Schlossrestaurant oder bei schönem Wetter auf der direkt am Wasser gelegenen Rheinterrasse des Schlosses.


Kontakt:               Tel.: +49 2622 926 42 95                          e-Mail: rezeption@schloss-engers.de

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Bewertungen bei TripAdvisor      

Engers ist ca. 25 km von Ebernhahn entfernt und in ca. 20 Minuten über die Autobahn A 48 zu erreichen.

Geschichte

Schloss Engers wurde als Jagd- und Lustschloss (Maison de plaisance) des Kurfürsten Johann Philipp von Walderdorff 1759 bis 1762 direkt am Rhein erbaut, dem eine kunstvolle Treppe zugewandt ist. Einige der besten Künstler Deutschlands waren bei dem Bau dieses besonderen Objektes der Baukunst des Spätbarock beschäftigt. 

Hier konnte der Kurfürst seinen Lieblingsbeschäftigungen -  Jadausflüge während der herbstlichen Jagdsaison - nachgehen und barocke Sinnesfreuden wie Tanz, Musik und Theater genießen und unbeschwerte gesellschaftliche Anlässe feiern. 

Im Gegensatz zu den meisten Barockschlössern verfügt Schloss Engers immer noch über die komplette Einfriedung des Ehrenhofes durch ein schmiedeeisernes Gitter. Hinter dem Hauptportal betritt man die barocke Hauptraumfolge mit Vestibül, Gartensaal, Treppenhaus, Vorzimmer und Festsaal. Der letztere besticht vor allem durch ein wunderbares Deckenfresko der Jagdgöttin Diana. Die pastellfarbenen Stuckarbeiten an Decke und Wänden verleihen dem Raum ein besonders Licht. Stuckdecken finden sich auch im Appartement des Kurfürsten, außerdem sind dort noch einige Ausstattungsstücke erhalten. Eine doppelläufige Freitreppe führt vom Gartensaal zum Rhein. Die Fassade zum Rheinufer hin stellt insgesamt die eigentliche Schaufassade des Schlosses dar.

Schloss Enger ist ein "Juwel des Rokoko" und das einzige brarocke Lustschloss in der Umgebung von Koblenz, das die Zerstörungen der Franzosenkriege überstand. Architektur und Lage machen es zum schönsten noch erhaltenen Barockschloss zwischen Brühl und Würzburg.

Nicht versäumen sollte man eine Besichtigung des zweigeschossigen Festsaals "Saal der Diana", der sich im Obergeschoß des Mittelrisalits befindet. Er stellt einen der kostbarsten Rokoko-Innenräume des rheinisch-fränkischen Barock dar. Hier beeindruckt u. a. das grandiose und einzige noch erhaltene Deckengemälde eines Profanbaus von Januarius Zick, der "Triumpf der Diana" (Link), das die Jagdgöttin Diana im Kreis ihrer Nyphen und Faunen zeigt.

Preussische Kriegsschule (Kadetten-Anstalt)

Von 1862 bis 1914 wurde SCHLSS ENGERS als preußische Kadettenanstalt genutzt.

König Wilhelm hatte sich nach persönlicher Besichtigung für Schloss Engers als vierte preußische Kriegsschule neben PotsdamErfurt und Neiße entschieden.

Das Schloß wurde für 120 000 Mark hergerichtet und an der Bendorfer Straße wurde eine "gedeckte Reitbahn" angelegt.

Am 3. Januar 1863 fand im Festsaal die Eröffnung des ersten Kurses  statt. 82 Fähnriche der Infanterie und Kavallerie bildeten den ersten Kurs, dem bis zum Ende der Schule (1914) weitere 60 Kurse mit 5.000 Offiziersschülern folgten.

Als Kadettenanstalt wurden weiterführende Schulen bis zum Abitur bezeichnet, die der Vorbereitung auf eine militärische Karriere dienten. Die Anmeldung konnte nach Vollendung des 8. Lebensjahres beim Kommando des Kadettenkorps erfolgen. Bei der Aufnahme musste das 10. Lebensjahr vollendet und durfte das 15. Lebensjahr nicht überschritten sein. Der Erziehungsbeitrag betrug um die Jahrhundertwende 900 Mark per annum (das entsprach etwa dem Gehalt eines Leutnants), dieser Betrag konnte je nach den wirtschaftlichen Verhältnissen der Eltern auf bis zu 10 Prozent gesenkt werden; Ausländer zahlten 2000 Mark.

Neben "Friedrich Paulus" (Oberbefehlshaber der 6. Armee in Stalingrad) wurden "Generaloberst Johannes Blaskowitz"  (ab August 1939 Oberbefehlshaber der 8. Armee, ab 1940 Oberbefehlshaber der 1. Armee im besetzten Frankreich), "Werner von Fritsch" (Oberbefehlshaber des deutschen Heeres 1936–38) und "Wilhelm Groener" (Reichswehrminister 1928–32) an der Engerser Kriegsschule unterrichtet.

Im Krieg 1870/71 und im ersten Weltkrieg diente Schloß Engers als Reservelazarett.


 

Offiziersausbildung nach der preußischen Heeresreform von 1808

Die preußische Offiziersausbildung war ein Konglomerat aus Praxis und Theorie.  Im  Gegensatz  zu  der reinen  Kadettenakademie-Ausbildung anderer Nationen erlernte  der preußische  Offiziersanwärter zunächst das praktische Soldatenhandwerk seiner Truppengattung  auf  allen militärischen Ebenen (Mannschaften, Unteroffiziere, Portepeeunteroffiziere), bevor diese Erfahrungen mit theoretischen Kenntnissen in speziellen Offizierslehrgängen erweitert wurden. 
 
Nach dem die preußischen Offiziere in den militärischen Auseinandersetzungen mit  Napoleons  Truppen  erhebliche Mängel offenbart hatten, beauftragte der preußische König Friedrich Wilhelm III. im Frühjahr 1807 General von Scharnhorst, die Offiziersausbildung der königlich preußischen Armee zu reformieren. 
 
Scharnhorst führte die Mängel auf schlechte Ausbildung und ungenügende geistige Flexibilität zurück und schloss daraus, dass die analytischen Fähigkeiten und das Urteilsvermögen der Offiziere durch umfassende Bildung gestärkt werden müssten, um den Anforderungen des modernen Krieges im Zeitalter der Aufklärung gerecht werden zu können. 
 
Weg  von  einer voluntaristischen Willensbildung des traditionellen, feudalen Offiziers, hin zu  einer intellektuellen Verstandesbildung eines modernen, dynamischen Offiziers. Das Maß an Bildung, nicht die adlige Herkunft, sollte von nun an der entscheidende Maßstab für den beruflichen Werdegang eines Offiziers sein. 
 
Ziel dieser zumeist umfassend gebildeten  Offiziere  war  nicht eine  "Verwissenschaftlichung" der Offiziersausbildung, sondern vielmehr die Verwertung neuster wissenschaftlicher  Erkenntnisse innerhalb des  militärischen  Aufgabenbereiches,  um  mit  dem  technischen, politischen, sozialen und wirtschaftlichen Wandel in Staat und Gesellschaft Schritt halten zu können.
 
In diesem Sinne wurden auch die Kadetten in der Kriegsschule Engers unterrichtet.
 
 

Besichtigung

Das Schloss-Museum mit dem "Saal der Diana" ist geöffnet für Besucher an Sonntagen und gesetzlichen Feiertagen von 11 - 17 Uhr. Montags bis Freitags kann der "Saal der Diana" tagsüber nach Voranmeldung besichtigt werden. Es können auch geführte Besichtigungen vereinbart werden.

Ihr Kontakt für Besichtigungen: Jan Höfer, Tel. +49 2622 926 42 65, e-Mail: j.hoefer@schloss-engers.de

 

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